Was wirklich im Hundefutter steckt – und warum wir hinschauen sollten

„Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.“
— (unbekannt)

Warum ein Blick auf das Hundefutter sinnvoll ist

Hunde fressen, was wir ihnen geben. Sie lesen keine Deklarationen und kennen keine E-Nummern. Die Verantwortung für die Fütterung liegt deshalb bei uns Haltern, und es lohnt sich zu wissen, was in einem Futter steckt.

Was bei der Herstellung von Fertigfutter passiert

Bei der Produktion von Trockenfutter läuft meist Folgendes ab:

  • Fleisch wird stark erhitzt, oft auf über 100 °C. Dabei gehen Vitamine verloren.

  • Die verlorenen Vitamine werden durch synthetische Zusätze ersetzt, damit das Futter als «vollwertig» deklariert werden kann.

  • Die Masse wird gepresst und getrocknet und anschliessend mit Fett und Aromen überzogen, damit sie gut riecht und gern gefressen wird.

  • Farbstoffe und Zucker kommen häufig dazu, weil sie den Verkauf fördern, nicht weil der Hund sie braucht.

Daraus ergeben sich zwei Fragen: Warum durchläuft ein natürliches Lebensmittel so viele Verarbeitungsschritte, bevor es im Napf landet? Und wie kann das Ergebnis oft günstiger sein als unverarbeitetes Fleisch?

Warum das wichtig ist: Verdauungsprobleme, Hautprobleme, Juckreiz, stumpfes Fell, Zahnstein und chronische Entzündungen entstehen häufig schleichend über Jahre. Die Ernährung kann dabei ein wichtiger Faktor sein. Es gibt aber auch andere Ursachen, die man tierärztlich abklären sollte.

Nicht jedes Fertigfutter ist schlecht. Viele Inhaltsstoffe sind aber unnötig, umstritten oder irreführend. Die wichtigsten Gruppen:

Konservierungsstoffe

Damit Futter lange haltbar bleibt, werden teilweise Konservierungsstoffe eingesetzt, die in frischer Nahrung nicht vorkommen:

  • BHA (E320): von der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) als möglicherweise krebserregend eingestuft.

  • BHT (E321): steht im Verdacht, hormonell zu wirken.

  • Ethoxyquin (E324): wurde lange vor allem zur Konservierung von importiertem Fischmehl verwendet und wird kritisch gesehen.

  • Nitrit/Nitrat: können Nitrosamine bilden, die als gesundheitlich bedenklich gelten.

Für den Hund haben diese Stoffe keinen Nutzen. Sie erleichtern Lagerung und Transport.

Farbstoffe und Aromen

Hunde unterscheiden vor allem Blau- und Gelbtöne, Rot und Grün nehmen sie kaum wahr. Trotzdem gibt es gelbe, rote und grüne Kroketten. Sie entstehen durch Stoffe wie Allurarot (E129, in den USA «Red 40»), Tartrazin (E102, «Yellow 5»), Indigotin (E132, «Blue 2»), Zuckerkulör (E150c/d) oder Rote Bete. Der Zweck ist, dass das Futter für Menschen appetitlich aussieht.

Wenn die Grundzutaten wenig Geschmack haben, wird mit Aromen nachgeholfen:

  • Hefeextrakt (enthält natürlicherweise Glutamat)

  • Mononatriumglutamat

  • aromatisierte Fette

  • Brühen unbekannter Herkunft

Der Hund frisst das Futter dann gern, aber das sagt nichts über dessen Qualität.

Füllstoffe und günstige Zutaten

Damit ein Sack Futter günstig bleibt, werden oft Zutaten verwendet, die bei der Verarbeitung anderer Lebensmittel als Nebenprodukte anfallen:

  • Rübentrockenschnitzel (aus der Zuckerindustrie)

  • Cellulose

  • Maiskleber

  • Weizenkleber

Sie sättigen, liefern aber wenig von dem, was ein Hund als Fleischfresser braucht, und können die Verdauung belasten. Der niedrige Preis vieler Futtersorten hängt auch mit solchen Rohstoffen zusammen.

Die Zutatenliste richtig lesen

Die Zutaten sind nach Menge sortiert. Was vorne steht, ist der Hauptbestandteil, alles danach kommt in geringeren Anteilen vor. Stehen «Getreide» oder «pflanzliche Nebenerzeugnisse» an erster Stelle, ist das die Basis des Futters und nicht Fleisch.

Weitere Hinweise auf geringe Qualität:

  • unklare Sammelbegriffe wie «tierische Nebenerzeugnisse»

  • bunte Kroketten

  • lange Listen an Zusatzstoffen

  • Zuckerarten (Melasse, Rübenmark, Karamell)

Mit diesen Kriterien lässt sich ein Futter schnell einordnen, ohne sich auf das Marketing zu verlassen.

Was sich nach der Umstellung oft verändert

Nach der Umstellung auf frische, unverarbeitete Nahrung berichten viele Halter von:

  • stabilerer Verdauung

  • weniger Juckreiz

  • weniger Blähungen

  • weniger Zahnstein

  • glänzenderem Fell

  • weniger Körpergeruch

Das ist plausibel: Ein Körper, der jahrelang hochverarbeitete Produkte erhält, verarbeitet sie anders als frische Lebensmittel.

Dazu kommt die Preisfrage. Oft heisst es, BARF sei teurer als Fertigfutter. Die Frage lässt sich auch umdrehen: Wie günstig muss Industriefutter produziert werden, damit sich der ganze Herstellungsprozess noch lohnt? Bei so niedrigen Preisen ist zu vermuten, dass dafür keine hochwertigen Zutaten eingesetzt werden.

Wie aufwendig Barfen wirklich ist, kannst du hier im Blog-Artikel nachlesen.

Fazit

Dein Hund kann sein Futter nicht selbst wählen, du schon. Die tägliche Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren für ein gesundes Hundeleben. Deshalb lohnt es sich, Deklarationen zu lesen und sich nicht von Bildern und Werbeslogans leiten zu lassen.

 
 

Wenn du wissen möchtest, was wirklich im Futter deines Hundes steckt

Dann lade dir hier die komplette Liste aller kritischen Zusatzstoffe herunter:

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Hund oder Katze ?

Hallo, ich bin Beate – und bei mir leben zwei Hunde. BARF ist für mich ein echtes Herzensprojekt: weniger Fertigfutter, mehr artgerechte Ernährung. Denn frische Fütterung macht keine Mühe – sondern ist ein echter Game-Changer für eure Tiere.
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Happy to meet you

 
 
 

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